DkV empfehlenswert?




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DkV empfehlenswert?

Beitragvon Suse » 28.05.2012, 10:07

Private Krankenversicherung
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Hallo in die Runde,
ein Kumpel von mir (28) will in die private Krankenversicherung wechseln. Bei seiner Entscheidung schwankt er zwischen der DKV (gute Bewertungen und Testberichte in Foren) und der HUK Coburg (Finanztestsieger). Bei der Entscheidung würde ihm die Klärung folgender Fragen helfen:
Wie wickeln diese beiden Kassen jeweils hohe Rechnungen ab?
Wie gehen die Kassen mit Arztabrechnungen um, die über dem Höchstsatz liegen?
Suse
PKV Kenner
 

Beitragvon Moritz » 28.05.2012, 10:12

Ich persönlich würde von der HUK abraten, die hat noch nicht genug Erfahrung im Bereich Krankenversicherungen, andererseits ist sie verhältnismäßig günstig. Die DKV ist ein alter Hase im Versicherungsgeschäft und hat starke Rücklagen. Ich habe eine Kollegin, die bei der Axa versichert und mit den Leistungen zufrieden ist, abgesehen von den Beitragserhöhungen.
Moritz
PKV Kenner
 

Beitragvon PKVProfi » 03.06.2012, 19:50

TARIFCHECK24 - Private Krankenversicherung
Hallo,

Abwicklung von hohen Rechnungen und Erstattung über den Höchstsätzen hängen natürlich am stärksten vom gewählten Tarif ab.

Für nähere Infos zu den DKV-TArifen kannst du dich gerne per PN an mich wenden.


Viele Grüße
PKVProfi
PKV Kenner
 

Beitragvon schmacko » 14.08.2012, 16:58

Die DKV ist absolut empfehlenswert. Meine Rechnungsbegleichung erfolgt immer nach spätestens 14 Tagen (oft schon nach einer Woche).
Der "Vorteil" der HUK ist in meinen Augen keiner. Günstig bedeutet schlicht und ergreifend "nicht genügend versichert". Es gibt keine günstige und gute Krankenversicherung sondern nur eine gute oder schlechte. Maßgeblich ist selbstverständlich der Vertrag, den man wählt. Ein guter Vertrag hat (überall) seinen Preis!!

schmacko
schmacko
PKV Neuling
 

Beitragvon Tatru » 04.12.2012, 21:30

Hallo zusammen,

bin durch Zufall auf dieses Forum gestossen. Um eine eindeutige Antwort aus meiner persönlichen Erfahrung zu geben: hohe Rechnungen zahlt die DKV von Haus aus erst einmal nicht. Diese muss man einklagen. Nun ist es ja keine wirkliche Offenbarung, dass sich Versicherungen grundsätzlich weigern zu zahlen. Die DKV macht hier keine Ausnahme in der Hoffnung, daß die Kunden den Rechtsweg und die Kosten scheuen.Bei der DKV nimmt als Krönung ein "Berater" Kontakt zum Kunden auf und bietet diesem "aus Kulanz" einen viel zu niedrigen Betrag als Abgeltung für sämtliche künftigen Forderungen an. Die Ersparnis würde sich im Fall einer Annahme durch den Kunden in einer Prämie für den jeweiligen Berater widerspiegeln, dem es gelingt dem Kunden seine Ansprüche aus zu treiben. Es mag ja sein, daß andere Versicherten auch Bessres erlebt haben, doch spiegelt in meinem Fall die eigene Erfahrung den momentanen Stand der Dinge wider. Empfehlung: Finger weg (!) von der DKV zumal es auch andere "kleine aber feine" PKV Versicherungen gibt. Im Falle einer KV sollte man sich auf Experimente nicht einlassen, zumal die wichtigste Versicherung eines Menschen.
Tatru
PKV Neuling
 

Beitragvon FrankR » 22.03.2013, 17:34

Hallo! Das klingt hier alles so locker... vielleicht kann mein Beitrag doch die (wahrscheinlich recht jungen) Beitrittswilligen zum Nachdenken bringen: Ich (58) bin seit 16 Jahren in einem ganz normalen Tarif bei der DKV versichert. In dieser Zeit hat sich mein anfangs günstiger Beitrag (ohne Pflegeversicherung und Tagegeld) auf das 5,9- fache, also um 490 % gesteigert. Und das Interessanteste: Diese Steigerungen folgen einem ganz exakten mathematischen Schema, sodass als sicher anzunehmen ist, dass die Beiträge genau in dieser Funktion weiter steigen - egal, was der smarte Vertreter erzählen sollte. Bleibe ich in diesem Tarif (und es gibt für mich keine Rückkehrmöglichkeit in die GKV!), werde ich trotz relativ hoher Rente genau im Alter von 69 Jahren zum Sozialfall. Nun versuche ich andere Tarife abzuchecken bzw. in einen Standardtarif zu wechseln - muss aber feststellen, dass die für mich zuständige Agentur Jena in einem solchen Fall keinerlei Termine für ein Gespräch übrig hat. Mehrfach versprochene Rückrufe erfolgen schlicht nicht. Nun werde ich sicherlich über einen Versicherungsobmann gehen - aber es wird ein sicher sehr steiniger Weg und am Ende wird eine teure Lösung stehen - vielleicht nicht gerade Altersarmut, aber doch große finanzielle Einschränkungen. Und letztendlich hat eine "geschickte" Politik ja mit den Regelungen zur Altersrückstellung dafür gesorgt, dass der Wechsel zu einer anderen Versicherung nur mit hohen Verlusten möglich ist... Also nachdenken, abwägen - ich halte den Wechsel in die PKV für einen der größten Fehler in meinem Leben.
FrankR
PKV Neuling
 

Beitragvon dv60lie » 28.03.2013, 11:23

Ich bin seit 20 Jahren bei der DKV versichert. Zunächst war alles im grünen Bereich, aber ich war ja auch 20 Jahre jünger und "gesund". Aber heute kann ich aus Erfahrung nur empfehlen Finger weg von der DKV!Die Beiträge steigen mit zunehmendem Alter rasant, allein die Erhöhung zum 01.04.2013 beläuft sich auf 100 Euro pro Monat! Anfragen werden nur schleppend bearbeitet, von Telefonaten will man später nichts mehr wissen und das weit verbreitete Phänomen "das tut uns leid, aber diese Leistung ist nicht versichert" wird bei der DKV ganz besonders intensiv gelebt.
Ich würde mich nie wieder privat vollversichern. Eine freiwillige Versicherung bei einer gesetzlichen Kasse in Vebindung mit einer Zusatzversicherung ergibt den gleichen Versicherungsschutz mit dem Vorteil, jederzeit wechseln zu können. Aus einer Verbindung mit der PKV kommt man so gut wie nie wieder heraus. Selbst der Wechsel zu einer anderen privaten Kasse ist wirtschaftlich absolut nicht machbar.
dv60lie
PKV Neuling
 

Beitragvon Uwe2016 » 06.06.2016, 19:13

Guten Tag,

ich möchte meine praktischen Erfahrungen mit meiner Klinikzusatzversicherung bei der DKV hier schildern. Ich wurde vor kurzem in Sachen Bandscheiben- und Rückenproblemen stationär zur Reha in eine Klinik eingewiesen. Dass ich mir im Vorfeld beim stationären Besuch in einer "gemischten Klinik" eine Genehmigung abzuholen hätte, war mir durchaus bewusst. Darum rief ich auch bei meiner zuständigen Agentur "René van der Veek, DKV Service-Center in 34466 Wolfhagen" an. Dort wurde mir mit geteilt, dass ich nach Vorlage meiner Versichertenkarte in der Klinik Privatleistungen bekommen könne. Für Erlangen von Kliniktagegeld benötigte ich eine entsprechende Negativbescheinigung zur Einreichung bei der DKV. Es erfolgte keine weitere Information über evtl. "Kleingedrucktes" in meinem Vertrag!

Diese Bescheinigung über Nichtinanspruchnahme von Privatleistungen reichte ich nach dem stationären Aufenthalt bei Van der Veek ein. Nach längerer Zeit ohne irgendeine Reaktion, fragte ich per Mail nach dem Bearbeitungsstatus. Darauf gab es ebenfalls keine Antwort, weshalb ich telefonisch nachfragte. Darauf wurde mir mitgeteilt, dass der Vorgang bei der Zentrale in Köln bearbeitet würde und ich noch darauf warten müsse.

Kurz darauf erhielt ich dann jedoch einen Anruf, dass der Antrag auf Tagegeld abgelehnt würde, weil Reha in gemischter Klinik ohne schriftliche Bestätigung seitens der DKV nicht versichert wäre. Weitere Nachfrage meinerseits wurden kategorisch abgelehnt und an die ZENTRALE verwiesen! Klar, wenn es schwierig wird, wird deligiert!

So rief ich in der Kölner Zentrale an, schilderte die Sachlage und pochte darauf, dass ich eine mündliche Genehmigung von meiner betreuenden Agentur bekommen hatte. Diese Tatsache interessierte dort aber niemanden. Auch, dass meine Versicherung bei DKV schon 27 Jahre (!) ohne Inanspruchnahme läuft, beeindruckte nicht. Ein Pauschalbetrag aus Kulanzgründen sei ebenfalls nicht möglich. Als Trost wurde mir dann noch gesagt, ich solle froh sein, keine Privatleistungen in Anspruch genommen zu haben, da ich ansonsten jetzt auf der Honorarrechnung sitzen bleiben würde...

Somit bleibt der Eindruck, die DKV-Agenturen verkaufen gerne, aber sich für "ihre" Kunden zu engagieren, oder wenn es schwierig wird, selbst die "Zentrale" zu kontaktieren, dies in meinem Fall ablehnen. Im Zeitalter von Internet kann ich auf solche Betreuer verzichten; vielleicht würden dann auch die Prämien wieder günstiger werden?!

Die DKV selbst versteckt sich bei Beträgen von ca. 700€ hinter Kleingedrucktem und juristischen Feinheiten, bzw. dem Unterschied von mündlicher und nicht schriftlicher Zusage. Was passiert dann erst bei fünfstelligen Schadenssummen?

Fazit: Es gibt mit Sicherheit Kundenfreundlichere Krankenversicherungen und viele Tests sehen die DKV ja auch nur im Mittelfeld.
Uwe2016
PKV Neuling