Gehaltsreduzierung unterhalb der Beitragsbemessungsgrenze




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Gehaltsreduzierung unterhalb der Beitragsbemessungsgrenze

Beitragvon Ratlos » 03.02.2012, 23:41

Hallo zusammen,

in den letzten drei Jahren war ich privat versichert, weil mein Einkommen oberhalb der Beitragsbemessungsgrenze angesiedelt war. Nun habe ich meine Arbeitszeit reduziert und verdiene dadurch natürlich entsprechend weniger, und zwar deutlich unterhalb der Beitragsbemessungsgrenze für den Zugang zur privaten Krankenversicherung. Mein Arbeitgeber hat mir jetzt erklärt, da ich nun einmal in der privaten Krankenversicherung sei, müsste ich auch weiterhin privat versichert bleiben. Das kann ich aber nicht glauben. Ich kann doch auch nichts dafür, dass mein Einkommen in den letzten Jahren so hoch war, dass ich nicht in der gesetzlichen Krankenkasse bleiben konnte. Ist es richtig, dass ich nun trotzdem nicht zurück in die gesetzliche Krankenkasse kann?

Liebe Grüße

Tina
Ratlos
PKV Kenner
 

Beitragvon Toni8910 » 04.02.2012, 12:37

Hallo Tina,

natürlich hast du eine Möglichkeit, wieder in die gesetzliche Krankenkasse zurück zu kehren, wenn dein Einkommen dauerhaft unter der Beitragsbemessungsgrenze liegt und du noch nicht 55 Jahre alt bist. Denn wer über 55 ist, hat eigentlich gar keine Chance mehr auf Rückkehr in die gesetzliche Krankenkasse, sondern müsste sich dann halt im Basistarif der PKV weiter versichern. Da du aber schreibst, dass du nur 3 Jahre lang privat versichert warst, könntest du auch mit über 55 noch eine Chance haben, weil du dann ja in den letzten 5 Jahren noch gesetzlich versichert warst. Bei dauerhafter Einkommensreduzierung aber kannst du natürlich zurück, vor allem, wenn du nur aufgrund deines hohen Einkommens vorher aus der Versicherungspflicht gefallen warst. Dein Einkommen muss aber mindestens ein Jahr lang unterhalb der Pflichtversicherungsgrenze liegen, bevor eine Rückkehr in die gesetzliche Krankenkasse möglich ist. Wenn du also ein Jahr lang das niedrigere Einkommen bezogen hast, kannst du wieder in die GKV zurück.

Ciao

Toni
Toni8910
PKV Kenner
 

Beitragvon Regina » 23.02.2012, 10:32

Hi Tina,

es ist tatsächlich so, dass Personen, die älter sind, als 55, nicht mehr in der gesetzlichen Krankenkasse aufgenommen werden. Ihnen bleibt dann nur noch die Möglichkeit, sich privat im Basistarif zu versichern. Wenn du aber jünger bist und wieder in ein Beschäftigungsverhältnis wechselst oder so wie du, dein Einkommen wieder unter die Beitragsbemessungsgrenze fällt, dann wirst du auch wieder in die gesetzliche Krankenkasse aufgenommen. Die Krankenkassen sichern sich allerdings vor kurzfristigen Einkommensschwankungen ab und deshalb erfolgt der Wechsel erst frühestens im übernächsten Jahr.

LG

Regina
Regina
PKV Kenner
 

Beitragvon Bagira » 06.03.2012, 14:32

Hi Tina,

du meinst sicherlich die Versicherungspflicht- bzw. Jahresarbeitsentgeltgrenze (JAEG) und nicht die Beitragsbemessungsgrenze. Egal. Wenn du noch nicht über 55Jahre alt bist, sollte es eigentlich kein Problem sein zurückzuwechseln. Die Voraussetzung ist eben, dass du ein Jahr lang weniger als die JAEG verdienst. Du hättest allerdings auch vorher schon in der GKV bleiben können, und zwar freiwillig gesetzlich versichert.

Beste Grüße

Bagira
Bagira
PKV Kenner