Beitragserhöhung bei den privaten Kassen – die Facts und Informationen

Beitragserhöhung bei den privaten Kassen – die Facts und Informationen

Wer in Deutschland lebt, hat prinzipiell die Wahl zwischen einer gesetzlichen und einer privaten Krankenversicherung. Doch für die private Variante gelten bestimmte Regeln. Es darf nicht jeder von der gesetzlichen Kasse wechseln. Nun steht für das Jahr 2018 die nächste Kostenerhöhung bevor. Viele Versicherte fragen sich, wie sie sich den Schutz für ihre Gesundheit finanzieren sollen. Wie kann man die Kosten für die Krankenversicherung reduzieren? Dafür gibt es einige Möglichkeiten.

Wer darf sich überhaupt privat versichern?
Der Übertritt in eine private Kasse steht nicht jedem Dienstnehmer offen. Für reguläre Dienstnehmer, die in einem Unternehmen angestellt sind, gelten relativ hohe Verdienstgrenzen. Für das Jahr 2018 gilt als Richtwert voraussichtlich ein Jahresgehalt von 59.400 Euro. Vereinfacht gesagt muss ein Angestellter mindestens 4.950 Euro brutto pro Monat verdienen um freie Wahl zu haben – ein Gehalt von dem viele nur träumen können. Welche Berufsgruppen können generell zwischen privater und gesetzlicher Krankenversicherung wählen:

  • Gut verdienende Angestellte
  • Studenten
  • Beamte
  • Selbständig
  • Ärzte im Praktikum
TARIFCHECK24 - Private Krankenversicherung

Die nun bevorstehende Kostenerhöhung stellt viele Versicherte vor ein finanzielles Problem. Hat man nämlich erst einmal in das private System gewechselt, ist die Rückkehr in eine gesetzliche Kasse kaum möglich.

Worum geht es bei der Erhöhung konkret?
Schon frühzeitig sind die ersten Informationen über die Steigerung der Beiträge an die Öffentlichkeit gelangt. An kaum jemanden, der sich privat krankenversichert hat, geht dieses Thema spurlos vorbei. Immerhin sind ersten Berichten zufolge drastische Erhöhungen geplant. Dabei handelt es sich nicht nur um einige wenige Euro, sondern um richtig viel Geld. Glaubt man den Medienberichten, trifft die Erhöhung Neukunden ab 2018 mit einem Plus von 11 Prozent. Somit muss man definitiv von einer deutlichen Kostensteigerung sprechen. Bei den Premiumtarifen mit dem umfassendsten Leistungsangebot kann der Aufpreis sogar bis zu 35 Prozent betragen. Diese Prozentsätze gelten vorerst nur für Neukunden, also für jene, die nach dem 1.1.2018 in eine private Krankenversicherung wechseln. Welche Sätze für Bestandskunden gelten sollen, ist noch nicht ganz klar. Durchschnittlich rechnet man mit einer Erhöhung von 9 Prozent. Betroffen sind ersten Schätzungen zufolge rund 6 Millionen Versicherungsnehmer in ganz Deutschland.

Wie reagiert man richtig auf die Beitragserhöhung?
Die privaten Versicherungsunternehmen sind dazu verpflichtet, ihre Kunden schriftlich über jede Tarifänderung zu informieren. Meistens geschieht das per Post. Die Versicherungsnehmer erhalten ein Schreiben mit allen Daten. Die Unternehmen profitieren davon, dass von vielen Menschen Kleingedrucktes nicht vollständig gelesen wird und die Kunden den Brief in den Müll werfen ohne richtig erfasst zu haben, worum es eigentlich geht. Hat man einen Einziehungsauftrag erteilt und widerspricht man nicht innerhalb einer bestimmten Frist, wird der höhere Betrag einfach eingezogen. Wer sich davor schützen möchte, zu viel zu bezahlen, sollte seinen Tarif am besten bei einem unabhängigen Dienstleister überprüfen lassen. Die Plattform pkv-kosten-senken.de hat sich auf den Versicherungsvergleich spezialisiert. Hier kann man genau checken lassen, ob das Preis-Leistungsverhältnis bei der privaten Krankenversicherung passt. Was viele Versicherungsnehmer nicht wissen ist, dass die Versicherung jede Erhöhung plausibel begründen muss. Kommt es zu Zweifel oder legt der Versicherer die Beitragskalkulationen nicht offen klar, kann ein unabhängiger Finanzdienstleister angemessen darauf reagieren.

Muss man die Beitragserhöhung einfach hinnehmen?
Wer ein Schreiben von der privaten Versicherungsgesellschaft erhält und darüber über die Erhöhung der Prämien informiert wird, hat das Recht, angemessen darauf zu reagieren. Am besten holt man sich Hilfe von Experten. Jeder Versicherer hat die Möglichkeit, mit gezielten Aktionen die Prämien zu senken. Schließlich bleibt in der heutigen Zeit vielen nicht genügend Geld am Ende des Monats übrig, somit sollte man nicht unbedingt mehr zahlen als unbedingt notwendig. Welche Aktionen für jeden einzelnen angemessen sind, hängt unter anderem von folgenden Faktoren ab:

  • Vom Alter des Versicherungsnehmers
  • Vom Gesundheitszustand
  • Von Ihrem aktuellen Tarif
  • Vom Versicherungsunternehmen

Nicht alle privaten Krankenversicherungen und alle Tarifarten sind nämlich gleichermaßen von der Erhöhung betroffen. Deshalb sollte man zunächst einmal klären, welche Mehrbelastung tatsächlich auf das Haushaltsbudget zukommt. Zahlt man deutlich mehr als zuvor, kann man einen Tarifwechsel innerhalb des Versicherungsunternehmens in Erwägung ziehen. Davor sollte man genau prüfen, auf welche Leistungen man zu verzichten bereit ist. Diese Option ist besonders für langjährige Kunden interessant, für jene, die mehr als 7 Jahre beim selben Versicherungsunternehmer sind, gibt es spezielle Angebote. Der Vorteil beim Wechsel innerhalb derselben privaten Krankenversicherung ist, dass man in der Regel keinerlei Fristen einhalten muss. Zur Auswahl steht natürlich auch der Wechsel zu einem anderen Anbieter. Hier sollte man jedoch auf alle Fälle vertraglich festgelegte Kündigungsfristen beachten. Viele Versicherungsunternehmen bieten besondere Bonusprogramme für Neukunden, somit kann sich ein Wechsel durchaus auszahlen. Diese Option wird gerne von Kunden in Anspruch genommen, die noch nicht so lange privat versichert sind. Zu bedenken ist jedoch, dass es zu einer erneuten Gesundheitsprüfung kommt. Bei chronischen Erkrankungen kann es zu Risikoaufschlägen kommen, außerdem werden bereits erworbene Altersrückstellungen nicht vollständig berücksichtigt.