Private Krankenversicherung – Was Sie wissen sollten

Private Krankenversicherung – Was Sie wissen sollten

Nicht jeder Dienstnehmer hat die freie Wahl zwischen privater und gesetzlicher Krankenversicherung. Die Option in eine private Versicherung zu wechseln haben nur bestimmte Berufsgruppen wie Beamte oder Selbständige oder Menschen, die genug verdienen. Wie das 1A Verbraucherportal berichtete, wurde die Einkommensgrenze von 56.250 Euro im Jahr 2016 (oder 4.687,50 monatlich) auf 57.600 Euro für das Jahr 2017 (oder 4.800) monatlich hinaufgesetzt. Auch Studenten haben die Möglichkeit, bei einer privaten Krankenversicherung einen Vertrag abzuschließen. Dazu müssen sie – anders als Angestellte – keinen Einkommensnachweis erbringen.

Überschreitet man die oben genannten Einkommensgrenzen, muss man diesen Verdienst über ein Jahr hinweg auf dem Konto verbuchen können. Erst dann wird man von einer privaten Krankenversicherung akzeptiert. Für Beamte ist der Wechsel in eine private Krankenversicherung deshalb besonders attraktiv, weil der Dienstgeber hier einen Teil der Beitragszahlungen übernimmt.

TARIFCHECK24 - Private Krankenversicherung

Voraussetzung für die Aufnahme – die Gesundheitsprüfung
Der Antrag für eine private Krankenversicherung enthält nicht nur die üblichen Fragen zur Person wie Name, Adresse und Geburtsdatum, sondern auch einen Fragenkatalog zum aktuellen Gesundheitszustand. Die Fragen ähneln meist einem Anamnesebogen, wie man ihn bei der Aufnahme in einem Krankenhaus ausfüllen muss. Es ist zu empfehlen, alles wahrheitsgetreu auszufüllen. Wie man bei wissen-private-krankenversicherung.de nachlesen kann, hat das Verheimlichen von Grunderkrankungen weitreichende Folgen. Hat man nachweislich fahrlässig gehandelt und falsche Angaben gemacht, kann die Versicherung bis drei Jahre im Nachhinein einen Risikoaufschlag verrechnen. Außerdem kann die private Krankenversicherung den Vertrag einfach unter Einhaltung einer einmonatigen Frist kündigen. Diese Option wird gewählt, wenn der Kunde bei Nennung aller Vorerkrankungen erst gar nicht von der Versicherung akzeptiert worden wäre. Hier einige Themen, die im Rahmen eines Versicherungsantrags angesprochen werden:

  • Wurde der Antragssteller bereits von einer anderen Krankenversicherung abgelehnt?
  • Körpergröße, Gewicht – Übergewicht?
  • Medikamente, die dauerhaft eingenommen werden
  • Erfolgte Operationen, ambulante und stationäre Behandlungen
  • Kuraufenthalte
  • Psychotherapeutische Behandlungen
  • Vorerkrankungen – Krebs, Herz-Kreislaufprobleme, etc.

Hat man bereits aufgrund einer Erkrankung oder eines Unfalls Behandlungen oder Operationen über sich ergehen lassen müssen, werden Detailinformationen abgefragt. Man muss die genaue Diagnose ebenso nennen wie die Behandlungsdauer, Folgeschäden, Namen der behandelnden Ärzte etc. Wird man von der Versicherung angenommen, wird gemäß des beantragten Leistungsumfangs eine Prämie festgelegt. Wer den Wechsel in eine private Krankenversicherung in Erwägung zieht, sollte unbedingt bedenken, dass Familienmitglieder nicht automatisch mitversichert sind. Für jedes Kind ist eine eigene Prämie zu bezahlen. Allerdings hat man den Vorteil, dass man sich die Ärzte aussuchen kann, im Krankenhaus in einem Einzelzimmer untergebracht wird und möglicherweise schneller zu einem Behandlungstermin kommt.

Die Prämie – wie geht man mit Erhöhungen um?
Die jährlichen Prämien für die private Krankenversicherung werden laut wissen.de im Jahr 2017 um  3,1 Prozent erhöht. Viele Kunden sind mit den permanenten Erhöhungen unzufrieden. Die privaten Kassen argumentieren mit der längeren Lebenserwartung und den ständig steigenden Kosten für die Aufrechterhaltung des Gesundheitssystems. Anders als die gesetzlichen Kassen haben private Versicherer nicht die Möglichkeit, durch den Griff in den Steuertopf steigende Ausgaben auszugleichen. Bekommt man eine schriftliche Ankündigung mit der Information, dass die Versicherungsprämie erhöht wird, hat man als Kunde das Recht zu kündigen. Erwägt man einen Wechsel, sollte man die Konditionen verschiedener Unternehmen prüfen. Im Internet sind zahlreiche Plattformen zu finden, die sich auf den Vergleich von privaten Krankenversicherungen spezialisiert haben. Als Alternative wäre noch der Wechsel innerhalb des aktuellen Anbieters zu einem anderen Tarif zu nennen. Möchte man weniger zahlen, muss man in diesem Fall allerdings Abschläge bei den Leistungen in Kauf nehmen.