Total Verzweifelt




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Total Verzweifelt

Beitragvon Grobak » 10.04.2017, 03:13

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Durch mehrere Krankenhausaufenthalte und 12 Operationen bin ich seit über einem Jahr krankgeschrieben. In dieser Zeit hat mir die uniVersa für 6 Monate die Leistung für das Krankentagegeld verweigert.

Die ersten 2 Monate, weil ich so dumm war, vorher noch Lohnfortzahlung für 12 Wochen von meinem Arbeitgeber einzufordern, da dieser alle Erkrankungen der letzten 6 Monate automatisch als Folgeerkrankungen ansieht und dann Rückwirkend das Gehalt einbehält. Die erforderlichen Bescheinigungen hatte ich 3 Wochen vor Ende der Karenzzeit eingereicht, aber bis zur vollständigen Klärung durch die Personalabteilung dauerte es über 2 Monate. Vorab hatte ich telefonisch Rücksprache mit der uniVersa gehalten, da sagte man mir, kein Problem, da ich mich noch im Krankenhaus befand. Nach der Klärung mi dem Arbeitgeber wollte man dann doch nicht mehr Rückwirkend leisten.

Dann wurde ich regelmäßig von meinem Hausarzt im 14 Tage Rhythmus krankgeschrieben. Da die uniVersa nicht die Standard Krankschreibung akzeptiert, musste mein Arzt ein extra uniVersa Formular für das Krankentagegeld ausfüllen. Leider hatte ich übersehen, dass ich dieses Formular hätte wöchentlich einreichen müssen, statt zeitgleich mit der jeweiligen Krankschreibung.
Der Hinweis dazu erfolgte leider versteckt auf der Rückseite meiner Abrechnung. Wer kommt schon auf die Idee, auf die Rückseite zu schauen, wenn auf der Vorderseite der erwartete Erstattungsbetrag steht und das Schreiben mit der Grußformel beendet wurde.

Nachdem ich vor fast 3 Monaten zum 3. Mal bei dem Vertrauensarzt der uniVersa war, hatte dieser mich für Arbeitsfähig erklärt. Die Tatsache, dass ich mit dem mehrfach operierten Fuß nicht in der Lage war, den Weg zur Arbeit zu bewältigen, war für die uniVersa nicht relevant. Auch hier war es wieder nur ein auf der Rückseite versteckter kurzer Hinweis auf der letzten Krankentageldabrechnung. Um dem Ganzen noch die Krone aufzusetzen, 2 Tage nach dem Besuch des Vertrauensarztes bekam ich Schüttelfrost und Fieber. Ich dachte erst, das hängt mit der Grippe zusammen, die ich mir eingefangen hatte, aber dann stellte sich heraus, dass sich die Wunde am Fuß entzündet hatte. Jetzt musste mir bei einer weiteren Operation noch der Knochen vom dicken Zeh entfernt werden. Die uniVersa will aber immer noch kein Tagegeld zahlen.

Nach mittlerweile 6 Monaten ausbleibender Einkünfte, wovon ich aber über 4000€ an Beiträgen für die Krankenversicherungen zahlen durfte, bin ich am Ende.

Was ist, wenn ich die Behandlung der offenen Wunde abbreche und trotz Krankschreibung wieder arbeiten gehe? Kann die uniVersa die Leistung für Folgeschäden ablehnen? Vielleicht kündigen die mir ja noch vorher den Vertrag nach §39 VVG, da ich mir momentan weder die Beiträge noch die Medikamente für die Diabetes leisten kann.
Grobak
PKV Neuling
 

Beitragvon Grobak » 17.05.2017, 23:49

Die uniVersa zahlt jetzt wieder das Krankentagegeld ab dem letzten OP Termin, bei dem mir mein dicker Zeh amputiert wurde. Für den Zeitraum von 6 Wochen vor der OP will man nicht zahlen, obwohl ich 3 mal wöchentlich wegen der Entzündung zur Behandlung beim Chirurgen war.

Na toll. Jetzt musste ich wieder zum Vertrauensarzt, sogar der Gleiche wie beim letzten mal. Als ich ihn auf sein letztes Gutachten angesprochen hatte, hat er mir vorgelesen, was er an der uniVersa weitergegeben hatte. Es war die Rede davon, dass ich von meiner Seite gerne wieder arbeiten würde, aber wegen der aktuellen Situation nicht in der Lage bin, mit PKW oder öffentlichen Verkehrsmitteln zur Arbeit zu kommen. Vielleicht könnte ich im Homeoffice arbeiten, wenn der Arbeitgeber diese Möglichkeit zur Verfügung stellt. Dass ich wieder arbeitsfähig wäre, hatte er aber nicht im Gutachten erwähnt.

Nach der aktuellen Untersuchung bin ich aus seiner Sicht für die nächsten Wochen nicht arbeitsfähig. weiterhin die Heilung des Fußes abwarten und dann muss ich mich auch erst an den orthopädischen Maßschuh gewöhnen, der mir verschrieben wurde.

Für den strittigen Zeitraum habe ich nun einen Rechtsanwalt eingeschaltet und eine Kopie des Gutachtens angefordert. Nachdem die uniVersa für wenige Wochen ab der letzten OP das Tagegeld weiter gezahlt hatte, wurde die Zahlung erneut eingestellt. Auf der Rückseite der letzten Abrechnung wieder versteckt stand kurz und knapp die Frage, ab wann ich im Homeoffice arbeiten würde und warum ich die Tätigkeit eingestellt hätte. Hmm, da hat dann wohl doch jemand mal in das Gutachten reingeschaut als ich die Kopie angefordert hatte.

Mit der Zusendung der Kopie des Gutachtens kam der Hinweis, dass man erst nach Beantwortung der Frage nach dem Homeoffice weiter zahlen würde. Irgendwie bin ich wohl im falschen Film.

Beinahe hätte ich dies nicht schreiben können, da heute ein netter Mitarbeiter meines Stromversorgers vor der Tür stand, um den Strom abzustellen. Jetzt warte ich nur noch drauf, dass ich aus dem Haus fliege, da ich meine Hypothek nicht weiter zahlen kann.

Danke uniVersa
Grobak
PKV Neuling
 

Beitragvon meriam » 19.10.2017, 14:13

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Hallo Grobak,
ich hoffe, Du konntest Dich gesundheitlich ein bisschen aufrappeln. Ich mache im Moment ähnliche Erfahrungen mit der universa. Jahrelang dort versichert und im Leistungsfall läßt sie einen knallhart im Regen stehen. Besonders bemerkenswert sind gar nicht mal die altbackenen Tarife. In meinem KT-Tarif werden nämlich die Karenztage für die gleiche Krankheit nicht zusammengezählt. Es geht immer wieder mit 42 neuen Karenztagen los. So ist man finanziell ganz, ganz schnell am Ende. Wenn man dann jemanden dort erreichen will, ist man nicht zuständig, die App funktioniert nicht und man ist ganz schlicht verloren. Das ist wirklich ein mieser Verein.
meriam
PKV Neuling