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Krank im Urlaub – was ist zu tun?

gesundheit

Gemäß den Experten werden immer mehr genau dann krank, wenn sie sich eigentlich entspannen sollten – im Urlaub. Wir erläutern nachfolgend, welche Rechte der Arbeitnehmer in solchen Fällen hat und wer die Arztrechnung übernimmt.

Die Rechte des Arbeitnehmers

Viele Arbeitnehmer nehmen im stressigen Arbeitsalltag oftmals die ersten Warnhinweise ihres Körpers nicht wahr oder ignorieren sie schlichtweg. Erst wenn der Stress im Urlaub nachlässt, merken sie, wie schlecht es ihnen tatsächlich geht. Die Folge: Sie werden im Urlaub krank. Doch viele Arbeitnehmer kennen ihre Rechte gar nicht wahr, denn es ist keineswegs eine Privatsache, wenn Arbeitnehmer im Urlaub erkranken. Sind sie durch eine Krankheit oder durch einen Unfall arbeitsunfähig, greifen auch hier die Arbeitsrichtlinien. Und die sagen aus, dass Krankentage nicht auf Urlaubstage anrechenbar sind.

Um dieses Recht einzufordern, müssen Urlauber zu einem Arzt gehen und sich dort die Arbeitsunfähigkeit attestieren lassen. Zudem muss der Arbeitgeber unverzüglich über die Arbeitsunfähigkeit und deren voraussichtliche Dauer informiert werden. Die schnellste und wohl auch zuverlässigste Kontaktmöglichkeit ist das Telefon oder Telefax. Doch bei allen Rechten: Einfach den Urlaub um die Krankentage zu verlängern, ist auch nicht erlaubt. Denn für diese neuen Urlaubstage muss – wie sonst auch üblich – ein Urlaubsantrag gestellt und auch genehmigt werden.

Durch eine Auslandskrankenversicherung abgesichert

Die gesetzlichen Krankenkassen kommen für die Behandlungskosten bei einem Unfall oder einer akuten Erkrankung in Ländern, mit denen ein Sozialabkommen besteht oder einem EU-Mitgliedsland, auf. Vor Ort müssen die Patienten ihre europäische Krankenversicherungskarte oder einen sogenannten Auslandskrankenversicherungsschein vorlegen. Übernommen werden allerdings nur die Kosten, die auch die Krankenkasse im Heimatland erstatten würde. Deshalb müssen gesetzlich Krankenversicherte damit rechnen, höhere Zuzahlungen zu leisten und auf einen Teil der Kosten sitzen zu bleiben.

Gut, wer dann eine Auslandsreisekrankenversicherung besitzt. Die springt bei Lücken des gesetzlichen Versicherungsschutzes ein und zahlt auch einen notwendigen Krankenrücktransport. Solch eine Zusatzversicherung ist recht preiswert und bereits für unter 10 Euro zu haben. Insbesondere wer plant, in Länder außerhalb der EU zu reisen, mit denen kein Sozialversicherungsabkommen besteht, bekommt die anfallenden Behandlungskosten nicht erstattet und sollte daher eine Reisekrankenversicherung abschließen.

Tipp: Recht häufig werden vor Ort den Urlaubern vom Hotelpersonal Privatärzte oder -Kliniken empfohlen. Doch hier ist zur Vorsicht geraten: Auch im Ausland dürfen nur Ärzte und Kliniken in Anspruch genommen werden, deren Kosten die gesetzliche Krankenversicherung auch im heimatlichen Krankenversicherungssystem übernommen würde – und hierzu gehören in der Regel keine reinen Privatärzte.

Bildquelle: © detailblick – Fotolia.com

Autorin: Christine Krellner (Google+ Profil)