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Private Krankenversicherung – so sind Kinder versichert

Baby beim Kinderarzt

Je nachdem, wie die Eltern krankenversichert sind, gelten auch für die Versicherung des Nachwuchses unterschiedliche Regelungen. Sind beide Eltern beispielsweise privat versichert, kommt auch das Kind automatisch in die private Krankenversicherung (PKV). Sind beide Eltern Mitglieder einer gesetzlichen Krankenversicherung (GKV), ist auch das Kind automatisch Mitglied. Doch es gibt auch noch Mischformen, die wir nachfolgend näher erläutern möchten.

Ein Elternteil privat und das andere gesetzlich versichert

Ist ein Elternteil gesetzlich versichert und das andere privat, kann das Kind wahlweise privat oder gesetzlich versichert werden. Allerdings ist eine beitragsfreie Familienversicherung bei der GKV nicht möglich, sofern der Ehepartner, der privat krankenversichert ist, mehr verdient als der andere und über ein Einkommen verfügt, das über der Jahresarbeitsentgeltgrenze – 53.550 Euro – liegt. In solch einem Fall muss auch für den Nachwuchs ein monatlicher Pflichtbeitrag gezahlt werden. Diese Einschränkung gilt allerdings nicht bei unverheirateten Eltern.

Auf Wunsch der Eltern übernimmt die private Krankenversicherung ein Neugeborenes zu erleichterten Bedingungen auf, denn in solch einem Fall ist keine vorherige Gesundheitsprüfung notwendig. Daher gibt es selbst bei schwersten Behinderungen oder Erkrankungen weder einen Leistungsausschluss noch entsprechende Risikozuschläge. Auch gibt es hier keine zu beachtenden Wartezeiten. Um diese erleichterte Aufnahme zu erreichen, müssen die beiden folgenden Punkte erfüllt werden:

  1. Ein Elternteil muss zum Zeitpunkt der Geburt bereits mindestens drei Monate lang Mitglied bei der privaten Krankenversicherung sein, in der auch das Baby versichert werden soll.

  2. Der Aufnahmeantrag muss innerhalb von zwei Monaten nach Geburt gestellt werden – die Versicherung erfolgt dann rückwirkend.

Wie hoch ist der Arbeitgeberzuschuss bei einer privaten Krankenversicherung des Kindes?

Auch privat krankenversicherte Arbeitnehmer erhalten einen Arbeitgeberzuschuss zu der Krankenversicherung – dieser erstreckt sich laut Gesetz ebenfalls auf Versicherungsbeiträge für Kinder. Hierbei zahlt der Arbeitgeber 50 Prozent der Versicherungsbeiträge als Zuschuss, jedoch niemals mehr als den höchstmöglichen Arbeitgeberanteil für gesetzlich versicherte Arbeitnehmer. Dieser lag 2014 bei 295,65 Euro.
Liegt demnach der eigene Anspruch unterhalb dieses Beitrags, übernimmt der Arbeitgeber auch den halben Anteil der Krankenversicherung des Kindes. Allerdings dürfen beide Zuschüsse zusammen nicht den Maximalanteil überschreiten. Kinder sind in der privaten Pflegepflichtversicherung beitragsfrei.

Bildquelle: © Doris Heinrichs – Fotolia.com

Autorin: Christine Krellner (Google+ Profil)